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20 mal Tenniscamp Gresaubach

Bericht

Leitung und Hintergrund

Die Grund-Idee im Jahr 2005 von Daniela Ferring (seit 2004 Vorsitzende des TCG) war: Wir müssen Kinder auf die Anlage kriegen. Wir machen ein Programm für 3 Tage mit Tennis, Basteln und Spaß. Außerdem bekochen wir sie auch noch selbst und machen das alles zu einem für viele erschwinglichen Preis. Das nennen wir dann Tenniscamp.

  • 2005 bis 2010 → Daniela Ferring
  • 2011 bis 2017 → Petra Ferring
  • 2018 bis 2026 → Peter Herrmann (ohne 2020 und 2021 wegen Corona)

Ablauf

Die Kinder sind Mittwoch bis Freitag von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr da.

An den 3 Tagen wird immer selbst gekocht und die Kinder werden mit Getränken, Kuchen, Obst und Rohkost versorgt. Angeboten wird Aufwärmprogramm, Tennistraining, Bastelprogramm, sowie Besuch von Hilfsorganisationen und anderen Vereinen.

Anfangs mussten proffessionelle Tennisschulen engagiert werden, die ziemlich teuer waren.Später kamen Trainer und Betreuer überwiegend ehrenamtlich und aus eigenen Reihen. Viele ehemalige Teilnehmer übernehmen mittlerweile selbst die Funktion des Trainers oder Betreuers.

Unterstützung findet das Tenniscamp auch durch den SCG in Form der Platznutzung und des Zusatztrainings durch deren Vereinsmitglieder.

Auch der Turnverein konnte schon mit Zusatzprogramm auf dem Sportplatz helfen.

Immer freitags findet das Abschlussgrillen mit Eltern und Geschwistern statt.

Ebenfalls freitags kommt seit 2015 zur großen Freude der Teilnehmer immer der Eismann und seit 2016 wird am Abschlusstag das Eltern-Kind-Turnier ausgetragen. Wer möchte, kann danach mit seinen Kindern auf der TCG- Anlage übernachten.


Entwicklung in über 20 Jahren

Begonnen wurde 2005 mit 22 Teilnehmern und 2026 waren es knapp 60.

Anfangs gab es noch keine Tenniscamp-T-Shirts. Irgendwann wurden weiße T-Shirts zum selbst gestalten gekauft. 2013 hatte der Verein einen Sponsor gefunden, der ab dann für alle Kids die T-Shirts bezahlte.

Ab da gab es das heißbegehrte Oberteil in den Farben: dunkelgrün, rot, blau, türkis, weiß, lila, orange, hellgrün, dunkelblau, grau, wieder rot und im Jubiläumsjahr mit den Deutschlandfarben drauf.

In vielen Gresaubacher Haushalten existieren ganz sicher noch einige davon, zumindest als Schlaf-Shirt.


Zusatzprogramm (wer schon alles da war)

  • Polizei Lebach und Saarbrücken (mehrfach)
  • Freiwillige Feuerwehr Gresaubach (mehrfach)
  • DRK Ortsgruppe Gresaubach
  • Musikverein Harmonie Gresaubach
  • THW Lebach
  • Krav Maga Lebach
  • Taekwondo Lebach
  • Modellflieger Horstschwalbe Gresaubach
  • Bogensportfreunde Piesbach
  • Zumba (Katja Bonny)
  • Trial MTC Lebach-Landsweiler (Moritz Rau)
  • Chinadi Lebach (Helmut Gotto)
  • Bonny Cross Fitness (Sascha Bonny)
  • Heißluftballon (Fredi Noll)
  • Hundeverein Vorführung
  • Pferd Balou mit Bianca (reiten an der Leine)
  • Johanniter mit Rettungswagen Lebach

Es sei der Berichtschreiberin verziehen, sollte sie jemanden vergessen haben.


Zitate aus verschiedenen Jahren

  • „Weißt Du, was das Schönste an den Sommerferien ist?“ – „Nein. Was denn?“ – „Das Tenniscamp!“
  • „Weißt Du was? Ich war noch nie so viel draußen wie hier.“
    (Teilnehmer wurde als schwierig angekündigt, war dann ein toller, sehr hilfsbereiter Junge.)
  • „Meine Mama kann leider keinen Kuchen backen. Die arbeitet den GANZEN Tag.“
    (andere brachten dafür 2 oder 3 mit, oder kauften einen, geht ja auch)
  • „Ich muss hier nicht abziehen. Ich war nicht auf dem Platz.“ 
    oder: „Ich will abziehen!“ – „Nein ich!“ – „Aber du hast schon nass gemacht!“
  • „Äh, Kind, Deine Gruppe trainiert gerade auf dem Platz.“ – „Ich weiß, ich will grad viel lieber basteln.“
    oder: „Oooch, muss ich jetzt hier basteln?! Ich würde viel lieber Tennis spielen!“
  • Mutter eines Camp-Teilnehmers: „Kind ist gestern Abend ohne Essen einfach auf der Couch eingeschlafen! So k.o.!“
  • Oma kommt zum Zuschauen und sieht Enkel allein und frustriert am Clubheim sitzen. Oma: „Kind, was fehlt Dir denn?“ – Enkel: „Talent!“
  • Zwei Teilnehmer unterhalten sich: „Weißt Du was? Das Tenniscamp ist viel günstiger als die Betreuung!“ - „Echt?“ - „Jaha!“

Häufig gestellte Fragen

  • „Wann findet das Tenniscamp dieses Jahr statt?“
    Der Familienurlaub will ja klug geplant sein und man will auf keinen Fall das Tenniscamp oder den Anmeldebeginn verpassen. War irgendwann leichter, denn es findet jetzt immer in der ersten Sommerferienwoche statt.
  • „Gibt’s schon Anmeldeformulare fürs Tenniscamp?
  • Kannst Du meine Kinder und die von meiner Freundin schon mal vormerken?“
  • „WANN gibt es Mittagessen?“ (Die Frage wurde an allen drei Tagen spätestens ab halb 10 gestellt. Mehrfach!)
    Direkt nach dieser Frage kam diese: „WAS gibt es heute zu essen?“
  • „Warum können wir nicht jeden Abend hier schlafen?“ (Zumindest die Trainer und Betreuer BRAUCHEN etwas Schlaf für den nächsten Tag!)
  • „Wo ist mein Schläger / meine Trinkflasche / meine Weste / meine Sonnenmütze…? War grad eben noch genau hier!“ (Wenn Gegenstände sich einfach wegzaubern...)

Worst Case-Erlebnisse

Regen an 3 Tagen, Improvisation ist gefragt!

Wie froh waren wir schon mit Alternativ-Programm! Dank Fred Metschberger konnten wir schon mehrfach in die Gresaubacher Mehrzweckhalle. Die damals noch aktive Sparte Boule ist schon oft spontan gekommen und hat mit den Kids geboult, weil die Tennisplätze unter Wasser standen. Eltern hatten schon spontan verschiedene Gesellschaftsspiele mitgebracht, um die Zeit, in der es regnete zu überbrücken.

Camp-Organisator Peter Herrmann hatte sich sogar schon ein interaktives Spiel ausgedacht, um die Kids zu beschäftigen.

Zu wenig Trainer

Manchmal findet man eben doch nicht für alle Tage genug Helfer. Dann muss man als Camp-Organisator/in auch da noch mit anpacken. Das ging dann schon mal echt an die Substanz.

Stromausfall!

Kein Herd, keine Spülmaschine, kein Licht. Wir dachten echt, schlimmer geht nicht!

Doch! Ein Jahr später: Rohrbruch beim SCG!

Folge: kein Wasser und das direkt nach dem Mittagessen!!

Kopfkino? Hier ein paar Stichworte: Geschirr, Hände waschen, Klospülung!!!!, Plätze nass machen,... Bitteschön!

Essen wird knapp. (kam ganz selten vor!)

Dann gabs halt für die Erwachsenen weniger, war total ok für die meisten.

Abfluss von den Toiletten komplett verstopft!

Wasser und Sonstiges suchte sich seinen eigenen Weg und kam auf der Wiese neben dem Clubheim wieder hervor, inklusive des Geruchs! Der Papa eines Camp-Teilnehmers konnte Gott sei Dank spontan helfen! Das gehört auch zu der Kategorie „Wow-Erlebnisse“, die jetzt folgt.


Wow-Erlebnisse

  • Transporte Armin Klein ist seit 2013 Sponsor der Tenniscamp-T-Shirts.
    Vielen Dank, Armin! Das ist nicht selbstverständlich.
  • Tenniscamp, schlimmer Regen für den ganzen Tag gemeldet. Organisatorin besorgt mal eben Schlüssel von der Schmelzer Primshalle und baut mit Helfern verschiedene Parcours auf. Zusatz-Knaller: Vater von Camp-Teilnehmern bietet sich als Fahrer für und mit Bus an. Mega! Wirklich!
  • Ehemaliger Tenniscamp-Teilnehmer und deutscher Jugendmeister im Trial Moritz Rau zeigt seine Trial-Künste auf dem TCG-Gelände. Sooo Cool!
  • Es gab schon so viele freiwillige Helfer, die spontan eingesprungen sind. Immer wieder wow!
  • Ehemaliger Teilnehmer (schon zu „alt“) bietet an 3 Tagen seine Hilfe an, als Dankeschön für die vielen schönen Jahre, die er schon im Tenniscamp hatte. Machen übrigens mittlerweile sehr viele „Ehemalige“. Ziel erreicht!

Positives Fazit

Das Tenniscamp ist in jedem Jahr eine große gemischte Gruppe von Kindern mit einem gemeinsamen Ziel: 3 Tage Spaß!

Die Regeln, die vor vielen Jahren eingeführt wurden, gelten widerspruchslos. Beispiel:

  • Für die Dauer des Camps (9 bis 17 Uhr) gibt es keine Chips, keine Riegel und  keine Glasflaschen!
  • Wir verlassen das Gelände nicht, auch nicht über die Bouleplätze in Richtung Wald (ok, das war schwierig und hat auch etwas gedauert).
  • Alle helfen mit, beim Aufräumen und bei den Plätzen! Und ja, auch den Platz  abzuziehen, auf dem man NICHT trainiert hat!
  • Wir stellen uns bei der Essensausgabe hinten an! Auch wenn es schwerfällt, weil man nahezu am Verhungern ist. Gilt übrigens auch, wenn der Eismann kommt.
  • Jeder spielt mal mit jedem Tennis, auch wenn der andere ja „sowieso noch nix  kann“ oder „viiiiel stärker“ ist, als man selbst.

Es ist so schön zu sehen, wie irgendwann einfach mal alle Tennis spielen, groß mit klein, Jungs mit Mädchen. Auch nach 17 Uhr noch sind viele noch nicht tennismüde. Alles passt.

Der Verein hat seit Jahren einen stabilen Jugendbereich mit genügend Kids für (fast) alle Bereiche.

Aus dem Eltern-Kind-Turnier hat sich eine sehr aktive Breitensportgruppe entwickelt, die jeden Freitagabend die Anlage belebt.

Die Teilnehmerzahl ist in den Jahren von 20 auf knapp 60 gestiegen. Da ist Improvisation gefragt und Hand in Hand Zusammenarbeit oberste Priorität.

Danke an alle, die den Verein bei dieser tollen Aktion unterstützen. Manche Helfer sind schon sehr lange dabei. Schön, dass es Euch alle gibt!

Danke an Peter, der seit 2018 das Tenniscamp mit dem gleichen Herzblut wie seine Vorgängerinnen weiter geführt hat. Auch er wird sicher seinem Nachfolger / seiner Nachfolgerin mit Rat und Tat zur Seite stehen. 


Rückblick und Impressionen vom 20. Tenniscamp im Juli 2026